德国笔会谴责中国当局错待诺贝尔和平奖得主夫妇

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(独立中文笔会2010年10月14日讯)德国笔会昨天就独立中文笔会荣誉会长刘晓波获得诺贝尔奖后的中国当局做法发表声明,这份由该会秘书长赫伯特·威斯纳(Herbert Wiesner)签发的声明全文翻译如下。

今年的诺贝尔和平奖得主刘晓波,最近也获得德国笔会2010年赫尔曼·凯斯滕奖。在违反一切政治理性甚至违背全世界愿望的情况下,他继续被错误地囚于狱中,导致他不能亲自领奖。中国就像当年苏联对付鲍里斯·帕斯特纳克那样,使他于1958年不能领取诺贝尔文学奖。中华人民共和国以经济和技术发展为傲,在奥运会和上海世博之后,于人权和公民自由方面依然让欧洲和世界感到它尚深陷于斯大林时代。

刘晓波的妻子、摄影家和诗人刘霞被与媒体隔离并被遭拘禁,正像我们在德国由过去纳粹所知的行为方式。中华人民共和国在对付刘氏夫妇的做法上,反映出还是一个十分落后的国度,似乎完全没有明白《零八宪章》签署者们的非暴力改革要求——只是想要一个人们能有尊严地生活的人道社会。对于诺贝尔和平奖得主刘晓波如此平和的低要求,中国政府似乎仍未成熟到能接受它。我们为这个在许多领域都极为奋进并已抵达21世纪的伟大国家感到遗憾。

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Stellungnahme des P.E.N.-Zentrums Deutschland
vom 13.10.2010

Liu Xiaobo, der diesjährige Friedensnobelpreisträger, dem kurz zuvor auch der Hermann-Kersten-Preis 2010 des P.E.N.-Zentrums Deutschland zugesprochen wurde, wird zu Unrecht und gegen alle politische Vernunft, auch gegen den Willen der ganzen Welt im Gefängnis ausharren müssen und seine Preise nicht entgegennehmen können. China verhält sich, wie es die Sowjetunion gegenüber Boris Pasternak getan hat, der 1958 den Literaturnobelpreis nicht annehmen durfte. Die Volksrepublik, die mit Recht so stolz auf ihre wirtschaftliche und technologische Entwicklung ist, steckt selbst nach den Olympischen Spielen und der Expo in Shanghai auf dem Gebiet der Menschenrechte und der bürgerlichen Freiheit noch in tiefster Zwanghaftigkeit wie Europa und die Welt sie zur Zeit des Stalinismus erlebt haben.

Lius Ehefrau, die Fotografin und Lyrikerin Liu Xia, wird von den Medien ferngehalten und in Sippenhaft genommen, ein Vorgang, den wir in Deutschland aus dem Nationalsozialismus kennen. Die VR China zeigt sich in ihrem Verhalten gegenüber dem Ehepaar Liu als ein zutiefst rückständiges Land, das es gerade wieder zu versäumen scheint, die von den Unterzeichnern der „Charta 08“ geforderte gewaltfreie Reform zu begreifen, die nichts will als eine humane Gesellschaft, „in der man in Würde leben kann“. Für diese friedfertige Minimalbotschaft des Nobelpreisträgers Liu Xiaobos scheint China noch immer nicht reif zu sein. Dies tut uns leid für ein großes Land, das auf vielen Gebieten so ersichtlich bestrebt ist, in der Moderne des 21. Jahrhunderts angekommen zu sein.
Herbert Wiesner
Generalsekretär

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